Eine Photovoltaik-Anlage ist ein Stromproduzent – also das eigene kleine Kraftwerk auf dem Dach und nicht zu verwechseln mit einer solarthermischen Anlage, die mittels der Sonne Wärme für Wasser oder Heizung erzeugt.
Sie produziert keine Schadstoffe und schont neben der Umwelt auch noch den Geldbeutel, weil die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und damit auch vom teuren Strom abnimmt.
Die Sonne strahlt jährlich eine Energiemenge von 1.000 Kilowatt auf jeden Quadratmeter Erde in Deutschland. Dieses vergeudete Energiepotential entspricht cirka 100 Litern Heizöl oder 100 Kubikmetern Erdgas. Die Sonne ist eine Energiequelle, die für jeden nutzbar ist und die nicht wie entsprechende Heizkessel teure fossile Brennstoffe wie Öl, Kohle oder Gas verbrauchen und dabei auch noch die Umwelt mit CO2-Abgasen verschmutzen.
- günstiger Eigenstrom
- gewisse Unabhängigkeit vom Stromnetz
- erhält für die Stromeinspeisung in das öffentliche Netz Geld
- erhält entsprechende staatliche Förderungen
- kann die Kosten abschreiben
Die Finanzierung einer Photovoltaik anlage kann staatlich bis zu 100% gefördert werden. Hierzu gibt es mehrere Förderprogramme.
Die einzelnen Förderprogramme im Überblick:
- Stattl. Programm "Solarstrom erzeugen" - erhältlich für Investitionen bis 50.000 €, bis zu 100% Fremdfinanzierung
- KfW Umweltprogramm - erhältlich für Investitionen über 50.000€, bis zu 50% Fremdfinanzierung
- ERP-Umwelt und Energiesparprogramm West - erhältlich für Investitionen über 50.000€ - 500.000 €, bis zu 50% Fremdfinanzierung
- ERP-Umwelt und Energiesparprogramm Ost - erhältlich für Investitionen über 50.000€ - 1.000.000 €, bis zu 50% Fremdfinanzierung
Unabhängigkeit vom Stromnetz
Obwohl Deutschland nicht das wärmste und sonnigste Land ist, ist die Stromgewinnung über eine Photovoltaik Anlage in Deutschland durchaus eine lohnende Angelegenheit und verhilft dem Wohneigentümer sich vom öffentlichen Strom unabhängiger zu machen.
Die Sonnenenergie in Deutschland ist für die eigene Stromgewinnung absolut ausreichend.
In der Bundesrepublik rechnet man mit ca. 1.000 kWh Sonne pro qm, trotz des oftmals grauen und trüben Wetters.
1 kWh pro m² = 1 Stunde blauer Himmel
1 kWh pro m² = 20 Stunden stark bewöklt
Auch bei verhangenem Wetter liefert eine Solaranlage Sonnenenergie.
Bei bedecktem Himmel ca. 50W/m².
Bei klarem Himmel dagegen sogar 1.000 W/m².
Die Strahlungsverteilung (Nord- / Süddeutschland) schwankt nur geringfügig:

Farbige Werte zeigen Schwankungen in der Einstrahlung von:
1200 kWh/m² / Jahr bis 950 kWh/m² / Jahr
Stromeinspeißung
Bei der photovoltaischen Nutzung der Sonnenenergie wird die Sonneneinstrahlung über die Solarzellen der Solarmodule direkt in elektrischen Strom umgewandelt.
Der so gewonnene Gleichstrom wird über einen Wechselrichter in Wechselstrom transformiert. Dieser wird wiederum bei einer netzgekoppelten Solaranlage über einen Zähler in das öffentliche Stromnetz eingespeist, wie es das Erneuerbare-Energien-Gesetz vorsieht.
Um wirtschaftlich Strom zu erzeugen, sollte eine PV-Anlage immer mit Netzbetrieb - zum Einspeisen des Stroms ins öffentliche Netz - installiert werden. Ohne Netzbetrieb, eine so genannte Insellösung, ist aus Kostengründen nur in Sonderfällen wie z.B. bei Almhütten empfehlenswert. Der Betrieb von privaten Photovoltaik-Anlagen lohnt sich in der Regel ab einer Fläche von 15 m².
Die Rechnung für den Wohneigentümer
Um den durchschnittlichen Stromverbrauch einer Familie (ca. 4000kWh) selbst zu produzieren, benötigen Sie eine Dachfläche von ca. 40qm.
Dies entspricht einer Investition von von ungefähr 25.000 €.
Die Einnahmen über die staatliche Förderung belaufen sich auf 2.000 € jährlich. Der Ertrag ist abhängig von der Lage der Solaranlage sowie der Dachausrichtung.
Selbst wenn Sie die Anlage zu 100% finanzieren und dadurch zusätzliche Kosten durch die Zinsen entstehen, amortisiert sich die Anlage selbst in weniger als 15 Jahren.
So kommen Sie auch ohne eigenes Kapital in den Genuss einer Solaranlage.
Bei einer prognostizierten Lebensdauer von 40 Jahren, können sie also auch nach Tilgung des Darlehens noch für ca. 25 Jahre Strom produzieren. Falls die Anlage mehr Strom produziert als Sie selbst verbrauchen, erwirtschaften Sie sich einfach ein zusätzliches Einkommen oder eine Zusatzrente.
Für jede eingespeiste Kilowattstunde erhalten Sie eine Vergütung von 46,75 Cent. Diese Vergütung wird Ihnen durch die staatlichen Förderungen, die im EEG Gesetz (Eneuerbare Energien Gesetz) niedergeschrieben sind, für 20 Jahre zugesichert.
Vergütungssätze nach EEG (Download / .pdf)
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht, über die Vergütung des Stroms (in Cent):
Anlagentyp | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 |
Feldanlagen | 37,96 | 35,49 | 33,18 | 31,02 |
An oder auf einem Gebäude | 49,21 | 46,75 | 44,42 | 42,19 |
Fassadenanlagen (zusätzlich) | 5,0 | 5,0 | 5,0 | 5,0 |
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über 30 kWh | 46,82 | 44,48 | 44,42 | 40,15 |
über 100 kWh | 46,30 | 43,99 | 41,79 | 39,70 |
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